Informationen über unseren Ortsverein

Unser Ortsverein besteht aus etwa 120 Genoss*innen, die sich für die Sozialdemokratie einsetzen. Ortsvereine sind die kleinste Organisationseinheit innerhalb der SPD. Alle Mitglieder, die in einem bestimmten Gebiet wohnen sind in einem Ortsvereinen zusammengeschlossen. In Leipzig entsprechen die Gebiete der Ortsvereine den zehn Stadtbezirken. Die nächsthöheren Gliederungen sind der Stadtverband Leipzig, der Landesverband Sachsen und die Bundespartei.

Bei Parteitagen dieser Gliederungen können wir mit Anträgen und zumindest beim Stadtparteitag mit eigenen Delegierten die politische Ausrichtung der SPD beeinflussen. Deshalb probieren wir, durch die Aktivierung möglichst vieler Mitglieder und eine inhaltliche Arbeit in verschiedenen Arbeitskreisen und unserer Mitgliederversammlung eigene politische Positionen zu entwickeln und aktiv einzubringen. So haben wir auch die Initiative „Sozis gegen CETA“ gegründet und versuchen, die Position der SPD zu Freihandelsabkommen zu beeinflussen.

Unterstützt von der Spendenbereitschaft unserer Mitglieder und Mandatsträger haben wir in der grünen Villa im Westwerk (Karl-Heine-Str. 93) eine Bürogemeinschaft mit dem Westbesuch e.V. gebildet, wo viele unserer Veranstaltungen stattfinden. Dort tagt einmal im Monat der insgesamt neunköpfige Vorstand, der bis Januar 2018 gewählt ist und aus folgenden Personen besteht:

Mathias Weber (Vorsitzender),Markus Lorenz (Stellvertreter), Anja Pohl (Stellvertrerin),Henrik Fischer (Kassierer, Koordination Sozis gegen CETA),Sophie Dura, Anne-Zora Westphal, Waltra Heinke, Benjamin Schulz und Jakob Dopheide.Zudem ist Moritz Kurzweil dem Vorstand als Leiter des AK Kommunikation beigeordnet. Sie erreichen uns unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Geschichte der SPD in Leipzig Südwest

Die SPD hat in Leipzig Südwest eine lange Tradition. Insbesondere in Lindenau und Plagwitz, die bis zum Verbot der SPD durch die Nationalsozialisten 1933 einen gemeinsamen Ortsverein bildeten, war die Sozialdemokratie mit über 4.000 Mitgliedern stark. Noch heute kann man das Wirken der Sozialdemokratie in Leipzig Südwest an vielen Zeugnissen, etwa der beeindruckenden Zentrale der Konsumgenossenschaft in der Industriestraße oder dem historischen Versammlungslokal der SPD, dem Felsenkeller, ablesen.
Nach dem Krieg wurden SPD und KPD auch in Leipzig vereinigt. Zahlreiche Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten wurden nach 1946 in der Einheitspartei an den Rand gedrängt, an ihrer beruflichen Entwicklung gehindert und nicht wenige wurden persönlich verfolgt, inhaftiert oder verschleppt; einige haben das nicht überlebt. Tragisch ist, dass auch manche Sozialdemokraten aus den bitteren Erfahrungen des Nationalsozialismus den Schluss zogen, dass nur eine vereinte Partei der Arbeiterklasse ein neues und demokratisches Deutschland aufbauen könne. Dass dies ein Fehler, dass die Einheitspartei nicht demokratisch und für Sozialdemokraten darin kein Platz war, bemerkten sie zu spät. So blieb die Geschichte der SPD bis zum Herbst 1989 in der gesamten DDR, auch in Leipzig Südwest, unterbrochen.
An der politischen Wende waren, neben vielen anderen, wesentlich jene beteiligt, die 1989 den Mut hatten, die Sozialdemokratie als SDP in der DDR neu zu gründen. Leipzig war eines der Zentren der neuen Partei, die sich 1990 mit der SPD zusammenschloss. Und bereits am 10. November 1989 wurde auch unser Ortsverein neu gegründet.
Seitdem bringen wir uns wieder aktiv in die Gestaltung unseres Stadtteils und unserer Stadt ein.